Wuerfelz(o)cker

27 05 2008

Ein Wuerfel sie alle zu knechten: Der Zauberwuerfel bringt selbst Zen-Grossmeister zur Weissglut. Die farbigen Zauberwuerfel sind alleine das richtige “Spielzeug” fuer seltsame Einsiedler und abnorme Aussenseiter. Doch einige von ihnen betreiben das “Rubik-Wuerfel-Loesen” als Hochleistunssport. So auch der Kanadier Bob Burton, der nicht den Sportartikelhersteller gegruendet hat (Karlauer unbekannt? Klick hier), aber die Liga der aussergewoehnlichen Knobler in Vancouver versammelt.

Bob gehoert zur dunklen Elite des Wuerfelsports: Er ist einer von knapp 100 Knoblern, die den Wuerfel mit verbundenen Augen geloest haben! Die Zeit, dier er dabei brauchte um visuell umnachtet den Zauberwuerfel zu loesen: Knapp fuenf Minuten. (Nach knapp zwei Minuten beisse ich schon in die Kanten des verlausten Wuerfels.) Interessante Anekdote zu Bob, 22: Er unterrichtet Mathe, in der BRONX! Ob ihm das dort Street Credibility verschafft?

Sein Koennen hat Bob auf den “Canadian Open 2007 der Rubik’s Cube challenge” in Ontario unter Beweis gestellt. Aber selbst Darth Bob unterlag seinem imperialen Meister: Harris Chan, !!13 Jahre!!, schwung die Wuerfelkanten und brachte den Wuerfel in seine Ausgangsposition in nur 14,21 Sekunden – und qualifizierte sich nebenbei fuer die Weltmeisterschaft in Budapest, Wiege des Rubik’s Wuerfels.

Aber selbst Harris Chan, Saruman des Wuerfelsports, gehorscht dem kubischen Sauron: Matt Walter. Er haelt mit knapp zwoelf Sekunden den kanadischen Rekord und loest den Wuerfel gern mit seinen Fuessen.

So hatte sich das Erno Rubik, Schoepfer des Zauberwuerfels, bestimmt nicht vorgestellt. Und irgendwie demuetigend ist das auch. Mehrere helle Koepfe haben versucht die Mindestanzahl der Zuege zu ermitteln und bedienten sich dabei der Hilfe von Grossrechnern. Der Rechner von Tomas Rokicki brauchte die IT-Ewigkeit von fast 8 Jahren, um die Mindesanzahl 23 auszuspucken. Immerhin musste er 43 252 003 274 489 856 000 moegliche Positionen berechnen.

Der Weltrekord liegt bei 9,81 Sekunden, was ungefaehr meinem Rekord entspricht – im “Nicht-Verzweifeln”.





Traumfabrik auf dem Prüfstand

4 04 2008

Hollywood hat seine eigenen Regeln. Immer dann, wenn ein Raumschiff durch ein Wurmloch reist, eine Raumfähre künstliche Gravitation erzeugt, oder Superman die Vergangenheit verändert, rollen sich den Wissenschafltern die Fußnägel hoch und ein kalter Schauer läuft ihnen über den Rücken. Die heiligen Gesetze der Wissenschaft stören offenbar nur in Hollywood und werden gerne mal überstrapaziert.

Dennoch: Was die Experten schockt, lockt ein “Wow, krass” aus dem staundenden Gesicht des Betrachters. Das Interesse für Kino ist da, die Leidenschaft zur Wissenschaft aber nicht. Ein von der EU gefördertes Projekt will die Lücke zwischen erstaunten Cineasten und der Wissenschaft schließen und macht sich die Faszination von Hollywood eigen.

Auf der Internetseite Cisci sollen Wissenschaft und Film Hand in Hand gehen. Hier können Autoren unter bestimmten Regeln Filmszenen beschreiben und wissenschaftlich untermalen, eher aber widerlegen. Denn die meisten Stunts und Szenen entspringen alleine der Fantasie der Drehbuchautoren und haben mit der Realität nicht viel zu tun.

So würde es beispielsweise Spiderman den Arm abreißen, wenn er sich gewohnt lässig durch seine Spinnenfäden vor dem drohenden Absturz rettet und dann elegant durch die Lüfte schwingt. Grund dafür: Die Kräfte, die auf seinen Arm einwirken, entsprechen dem vielfachen seines eigenen Körpergwichts und sind so stark, dass sie in der dunklen Vergangenheit genutzt wurden, um bei der Folter des “Vierteilens” den Delinquenten mihilfe von Pferden zu “zerpflücken”.

Auch Superman biegt und bricht die Gesetze der Physik gerne: In dem er immer schneller um die Erde fliegt, will er in die Vergangenheit reisen und so den Tod seiner Geliebten Lois Laine rückgängig machen. Zum Glück von Superman gibt es in seiner Welt keinen Albert Einstein, dessen Spezielle Relativitätstheorie in unserer Welt ein solches Unterfangen verbietet, da Superman mit unendlich großer Energie reisen müsste, was unmöglich ist.

Ist auf jeden Fall nicht super schlau: Sonst wüsste er, dass er gegen die Spezielle Relativitätstheorie nicht ankommt! Bild: mts.net

Der Physiker Heinz Oberhummer von der Universität Wien rief das Projekt Cisci mit anderen Wissenschaftlern ins Leben, welches sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Nach Aussagen von Oberhummer, kommen die meisten Beiträge für die Datenbank von Lehrern, deren Einsendungen anschließend von Wissenschaftlern geprüft werden.

Besonders lang ist die Liste der Beiträge im Bereich Mechanik, wo wir mehr über Spidermans abgerissene Arme erfahren. Die Genauigkeit der wissenschaftlichen Beschreibung reicht von einfach, bis “formellastig” und nimmt mit teilweise 12 Seiten fast epische Ausmaße an.

Die Vielfalt der Themen ist groß und viele Beiträge sind sehr interessant. Allerdings ist die Navigation etwas umständlich und viele Autoren brauchen bis zu fünf Seiten, bis es endlich an das wissenschaftliche Eingemachte geht.

Obwohl einige Beiträge lobhaft erwähnen und zeigen, dass nicht alles irrwitzig ist, beschränken sich die meisten Erklärungen auf das Widerlegen. Nach einem einfachen “Das ist nicht möglich” ist der Drops meist gelutscht und der Abgesang gesungen. So schaffen es die wenigsten Beiträge, mithilfe einer wissenschaftlichen Erklärung die Faszination für ihre Disziplin hervorzurufen.

Und mal ehrlich: Wer lacht nicht nur einfach, wenn das Opossum Crash in Ice Age 2 über den Teich fliegt, sondern grübelt darüber, ob Crash auf einer Parabelbahn wirklich so weit gekommen wäre. Dennoch eignet sich das dort erworbene Wissen perfekt um jeden cineastischen Smalltalk abrupt zu beenden: “Kennst du schon ´Red Planet´?” “Ja, aber wusstest du schon, dass man Laserstrahlen im Vakuum des Weltalls gar nicht farbig sehen kann?”





Wurzel-Franzose

18 11 2007

Rekord im Wurzelziehen – aber nicht durch einen Kieferchirurgen. Der Franzose Alexis Lemaire studiert Mathematik in Reims und zieht Wurzeln im Kopf, nicht aus dem Kopf. In New York berechnete der junge Franzose die dreizehnte Wurzel aus einer 200-stelligen Zahl, und das in gerade mal 73 Sekunden. Der flinke Wurzelpeter wird im Fachbereich “Künstliche Intelligenz” promovieren. Auf die Frage, wie er das Rechen-Künstück fertig bringe, antwortete der Menschliche Abakus: “Ich benutze ein System künstlicher Intelligenz.” Klar, was liegt näher?

Alexis behielt den Durchblick bei 200 Stellen.

Quelle: jupiterimages.com

Da lob ich mir doch die altklugen, realen Verstand. Und jetzt noch ein Rechenkunststück: Quadratwurzel(8 mal 3, plus 1) ist gleich (Quadratwurzel 25, minus die Anzahl der Newton´sche Axiome, plus die Relativitätstheorien, plus 2 minus 1) – ganz ohne künstliche Intelligenz.





Mathematik beweist Ninja Turtles

26 10 2007

Liegen Schildkröten erstmal auf dem Rücken, sind sie verloren. Während die Beinchen und Ärmchen in der Luft baumeln, sind die umgekippten Panzer-Krabbler ein gefundenes Fressen. Dennoch schaffen es einige Arten, sich wieder aufzurichten. Eine ungarischer Mathematiker hat jetzt nach 12 Jahren Forschung herausgefunden, wie die Tiere das schaffen.

2006 entdeckte Gábor Domokos einen stylischen dreidimensional Körper, der egal wie man ihn auf eine Oberfläche stellt, immer auf der selben Stelle zum Liegen kommt, seinem Schwerpunkt.

Das “Steh-auf-Männchen” heißt Gömböc und sieht aus wie eine Mischung aus Faustkeil und Stempel. Von der Ähnlichkeit mit einem Wassertropfen, wie auf Spiegel-Online beschrieben, möchte ich mich an dieser Stelle distanzieren.

Gömböc: Stehaufmännchen mit nur einem Schwerpunkt. Bild: Gabor Domokos

Domokos kam dann nach einem Spaziergang auf die Idee, seinen Gömböc mit Formen in der Natur zu vergleichen. Relativ schnell wurde er dann auf die Panzer der Schildkröten aufmerksam und scannte in einem Versuch die Panzer von 30 Tieren am Computer ein. Nachdem die Schildkröten auch zum Roll-Versuch angetreten sind, die große Überraschung: Je nach Panzerform und- höhe hatten die Tiere unterschiedliche Rolltaktiken. Trotzdem schafften es nur jede dritte Schildkröte sich von alleine aufzurichten.

Die Sternschildkröte rollt ganz einfach wieder vom Rückstrampler in den Bauchkriescher zurück. Ninja-Turtle Bewegung sozusagen. Warum sie es so einfach hatten: Ihr Panzer ähnelt am meisten dem Gömböc – oder ähnelt der Gömböc nicht eher dem Panzer? Die alte Henne-Ei-Frage.

Nutzt den Gömboc-Trick: die Sternschildkröte. Bild:AP

Knapp 12 Jahre geforscht, um dann herauszufinden dass die geniale Idee schon knappe 250 Millionen Jahre alt ist. “Hier steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug, als wie zuvor.”





Einmal Mars und zurück – zum Spaß

26 09 2007

in Marsflug ist kein Zuckerschlecken. 520 Tage auf nur 200 Quadratmetern leben, zusammen mit vier Russen: Urlaub klingt anders. Dennoch haben sich bisher 5340 Menschen für das Isolationsexperiment der ESA beworben, dass die Durstrecke einer Reise zum Mars simuliert. Russland plant ab 2035 einen Marsflug und ist offensichtlich besorgt, dass sich die Besatzung während der fast 2 Jahre langen Reise gegenseitig an die Gurgel geht. Deshalb gibt es erstmal ein gepflegtes russisches „Big Brother“, nur halt mit wissenschaftlichem Interesse.

Kameras und Sensoren werden aufzeichnen, wie sich die insgesamt sechs Freiwilligen in den vier Containern in Moskau schlagen – hoffentlich nur im übertragenen Sinne. Das Projekt „Mars500“ soll so realistisch wie möglich sein. Es gibt ein Wohnmodul mit Kommandobrücke, Schlafkojen und Küche, ein medizinisches Labor, einen Fitnessraum, eine Vorratskammer sowie ein Landemodul, in das sich Versuchskaninchen bei der gefälschten Ankunft auf dem Mars setzen werden – wie damals die USA auf dem Mond.

Auch die Verzögerung von Funksprüchen von etwa 20 Minuten und die begrenzte Nahrung werden simuliert. Gott sei Dank (und zum Wohle der eingesperrten Seelen), müssen die sechs nicht auch noch ihren eigenen Urin trinken! Eine Maschine, die ihn wie in einem echten Raumschiff trinkbar aufbereiten sollte, wird wohl technisch nicht umgesetzt. Glück gehabt!

Zum Banjo spielen kommen die sechs “Freizeit- Astronauten” eher nicht.
Bild:
ice.org

Bewerben könnt ihr euch hier! Viel Erfolg und schickt mir bitte eine Postkarte aus dem russischen Blechknast;)





Leben im Bunker

25 09 2007

Noch schnell ein Schmankerl zum Thema Ebay. Wer schnell mitbietet, kann für ein Taschengeld von gerade mal 1,1 Millionen Euro eine US-Raketenbasis aus dem Kalten Krieg erwerben. Tunnel und Bunkeranlagen inklusive! Alle atomargestützten Rachepläne muss ich aber schnell zerstören: Seit den 70-er Jahren ist die Basis ein raketenfreies Ferienlager.

Mitbieten könnt ihr hier!

 

Ferienlager militaire: Raketenbasis im US-Staat Washington. Bild: AFP





Agressiver Space-Durchfall

25 09 2007

Der Weltraum bietet nicht nur unendliche Weiten. Das Vakuum und die Schwerelosigkeit sind der Nährboden für eine überirdische Gefahr: Salmonellen-Viren, die mit dem Weltraumshuttle Atlantis im Jahr 2006 für 12 Tage ins All reisten, waren dreimal tödlicher als ihre irdischen Verwandten. Zurück auf der Erde haben Forscher um Mikrobiologin Cheryl Nickerson von der Arizona State University in Tempe das Space-Durchfallbakterium auf hilflose Nager losgelassen. Die Einzelligen Astronauten-Viren hatten nach dem Trip ins All veränderte Gene, viele neue aktive Proteine und eine extra schleimige Zuckerschutzhülle. Dadurch starben 90 Prozent der Mäuse wikipedia.orginnerhalb von 30 Tagen an der„Darth-Salmonelle“ – dreimal mehr als bei einem normalen Virus.

Prokaryonten in Space: Salmonellen (rot eingefärbt) wurden durch den Trip ins All viel gefährlicher

Nickerson vermutet, dass die Schwerelosigkeit der Salmonelle vorgaukelt, sie sei bereits im leckeren und flutschigen Darm seines Opfers. Dieser Trugschluss gibt dem Durchfall-Bakterium das Signal, seine Abwehrschilde hochzufahren, den Stoffwechsel anzukurbeln und größtmöglichen Schaden anzurichten.

Dieser Mechanismus, wie eine Salmonellen-Infektion im Körperinneren abläuft, war bisher wenig erforscht. Das Experiment ohne Schwerkraft könnte helfen, in Zukunft bessere und neue Medikamente gegen den lästigen Virus zu entwickeln.

Die Mikrobiologin plant noch weitere Space-Trips für andere gefährliche Bakterien. Ich würde die ganzen bedrohlichen Einzeller gleich zu den Klingonen, Romulanern, Borgs, der bösen Imperialen Streitmacht und jedem anderen streitsüchtigen Volk im Universum schicken. Hoffentlich erwischen nur nicht die Heimatplaneten von Alf, oder E.T. Wobei, wenn ich es mir recht überlege…um ersteren würde ich nicht wirklich trauern.





Künstlicher Tinitus gegen jugendliche Gewalt

21 09 2007

Jugendliche Randalier werden mit Schallwellen gefoltert. Naja, so ungefähr. Wie der Stern berichtet, hat ein Wasserski-Betreiber einen Hochfrequenzsender an seinem Badesee installiert, weil jugendliche Querolanten immer wieder nachts dort die Sau und auch den jugendliche Unordnung raus gelassen hätten. Der Sender heißt „Moskito“, bzw. wurde vom Hersteller im deutschen Vechta auch “System zum Zerstreuen von Ansammlungen Jugendlicher” getauft.

Die subtile Mücke summt auf einer Frequenz zwischen 16 und 18 Kilohertz und vertreibt dadurch im Radius von 20 Metern die Halbstarken. Das folternde Piepen können wohl nur Jugendliche bis zu einem Alter von 25 Jahren hören, da man das Gehör für solch hohe Töne  verliert, wenn man in die Jahre kommt.
 

Terror-Piepen aus der Büchse: ”Moskito”.

Bild: stern.de 

Das System stammt eigentlich aus Großbritannien und verscheucht dort an Schulen, Bushaltestellen oder im Garten von Kinderhassern die randalierende jugendliche Brut. Die britische Polizei setzt das Gerät auch ein, um jugendliche Ansammlungen aufzulösen.

Die vertriebenen Deutschen begegnen dem Folter-Piepsen aber mittlerweile schon gelassener. Einige von ihnen sollen den Moskito-Sound sogar aufgenommen haben, um ihn als Klingelton in der handyfreien Schule zu benutzen. Die Jugend spielt ihnen dabei in die Hände: Die Lehrer würden dann gar nicht mehr hören, wenn das Handy anfängt zu bimmeln. Sie ertragen den Folter-Ton, damit sie ihr Handy nicht mehr abschalten müssen. Dauert also nicht mehr lange, bis auch Jamba den “Psycho-Sound” im Monatsabo anbietet.

Dieses Schreckensszenario aber mal weiter gesponnen: Wenn das nächste Mal dem Kevin oder dem Gordon sein Handy bimmeln tut, dann könnte den Jaquelines und Pamelas dieses Planeten die Rübe platzen. Aber auch unsere.





Wanze wechsel dich

20 09 2007

Transsexualität als letzter Schutz vor gewalttätigen Übergriffen: Was klingt, als ob es aus einem türkischen Dorf stammt, hat sich in Wirklichkeit die Natur einfallen lassen. Wie der ORF und der New Scientist berichten, greifen Afrikanische Feldermauswanzen angesichts brutaler und radikaler Sexübergriffe zur Transsexualität. Grund für das tierische „make-over“: Das Männchen rammelt im wahrsten Sinne, als ob es kein Morgen gibt. Beim Begattungsakt nimmt sich das Wanzenmännchen nämlich nicht der Vagina des Weibchens an, sondern bohrt seinen scharfen Penis einfach in den tolweb.orgUnterleib der Dame und leitet sein Sperma direkt ins Blut ein, von wo es in die Eierstöcke gelangt. Von Romantik keine Spur! Und Kuscheln hinterher ist auch nicht drin.

Wäre wohl lieber Jungfrau: die Fledermauswanze.

Bild:tolweb.org

Mit diesem grausamen Akt, einer „traumatischen Begattung“ (K. Reinhardt), begründen die Forscher um Klaus Reinhardt von der Universität in Scheffield, dass einige Weibchen seltsame Strukturen am Hinterleib ausbilden, die sie „Para-Genitalien“ tauften. Diese Bereiche sind weicher als der Rest des Hinterleibs und führen den scharfen Wanzenrammler in schwammiges Gewebe. Der Trick klingt genial und auch ganz sinnig.

Jetzt startet aber erst das Verwirrspiel, denn die „Para-Genitalien“ haben sich einfallen lassen, …na wer wohl?…nicht Michael Jackson, Nein!, die Wanzenmännchen! UH!? ÄH!? Die Forscher haben nämlich „Rammel-Vernarbungen“ auch am männlichen Hinterleib entdeckt, wie sie sonst nur die Dame hat. Die männlichen stammen aber auch vom brutalen Akt, weil sich Männchen auch mal im Eifer des „Lust-Gefechtes“ das scharfe Genital gegenseitig in den Rücken bohren. Mit wahrer Liebe unter Männern hat das nichts zu tun. Um den gleichgeschlechtlichen Rückenrammlern zu entgehen, bildeten einige Kerl-Wanzen so genannte „Abwehr-Genitalien“ aus, die die ursprünglichen weiblichen Begattungsorgane nachäffen.

Die Weibchen also gar nicht dumm und kopieren das „Abwehr-Genital“, und voila: Ein Para-Genital! Die Forscher beobachteten 43 Wanzenladies, von denen 38 ein solches „Verwirr-Loch“ ausbildeten. Hoffentlich haben die Forscher bei den ganzen „Verwirr-und-Abfang-Löchern“ auch den Überblick behalten, wer männlich und wer weiblich ist.

Ich schließe mich da ganz der Position von „einbeinigegöttin“ im ORF.at Forum an: „bin ich froh dass ich keine Afrikanische Fledermauswanze bin … 





Belgien unterm Hammer

19 09 2007

Beinahe hätte ein Benelux-Staat den Besitzer gewechselt. Im Internetsauktionshaus Ebay wurde seit Samstagabend Belgien, „ein Königreich in drei Teilen“, zum Verkauf angeboten. Als Schmankerl gab es den Kronmonarchen, seine Ländereien und 220 Millionen Euro Staatsschulden obendrauf! Die Waffellutscher, Pommeserfinder und Comicmaler haben immerhin Ikonen wie Jean-Claude Van Damme hervorgebracht – der übrigens auf den Nobelpreis hofft in der Kategorie „Menschen zerhacken mit eisernen Pobacken“.

Nachdem die Höchstgebote mittlerweile eine Summe von 10 Millionen Euro erreicht hatten, haben die Ebay-Spielverderber das Angebot gelöscht. Der Anbieter und Scherzbold war Gerrit Six, seines Zeichens Lehrer und ehemaliger Journalist in Belgien. Quad erat demanstrandum: Journalisten haben Witz. Six wollte mit der Auktion auf das politische Sandkastengezanke in seinem Heimatland aufmerksam machen, in dem selbst 100 Tage nach den Parlamentswahlen am 10. Juni, die Parteien es nicht geschafft haben, eine Regierung zu bilden.

 Wahrzeichen verscherbelt.Bild: inauspicious.org

Das wäre allerdings nicht das erste Mal gewesen, dass skurrile Objekte der Begierde bei Ebay den Besitzer wechseln. So ging schon mal ein Star Wars Land Speeder für 13 000 Dollar über den digitalen Ladentisch, ein russische MIG 21 für 231 000 Dollar und Dosen-Früchtekuchen aus dem Ersten Weltkrieg. Außerdem wurde das Original Fenster, aus dem JFK erschossen wurde, für satte drei Millionen Dollar verscherbelt. Aber wer zum Teufel bietet für eine frisch erblühte Herpesblase 8,50 Euro? BODENLOSER WUCHER!!