Weibliche Samenkäfer haben keine Lust auf Sex. Das hat einen ganz einfachen Grund: Der männliche Vertreter hat winzige Stacheln an seinen Genitalien, die das Weibchen beim wilden Käfer-Sex verletzen. Klar, dass die da eher unmotivert und nicht öfter als unbedingt nötig für Nachwuchs sorgen
wollen. Das leuchtet sogar dem Spiegel ein.
Die Natur, oder besser gesagt das Männchen, hat deshalb einen Trick entwickelt: Es pumpt mit seinem Ejakulat gleichzeitig einen Schwall Wasser in die beglückte Dame. Die freut sich natürlich über den willkommenen Durstlöcher und lässt die Prodzedur über sich ergehen. Durstige Weibchen sind also rolliger.
Warum die Damen aber nicht einfach trinken um an mehr Wasser zu kommen, ist noch relativ unklar. Bekannt ist nur, dass die Käfer in einer Region leben, die sehr trocken ist. Das Männchen hat so mit seinem “Wasserspender” einem großen Vorteil. Also immer eine Flasche Wasser bereit halten. MaNN weiß nie, wer bestochen werden muss.
Bild: University of Exceter