Agressiver Space-Durchfall

25 09 2007

Der Weltraum bietet nicht nur unendliche Weiten. Das Vakuum und die Schwerelosigkeit sind der Nährboden für eine überirdische Gefahr: Salmonellen-Viren, die mit dem Weltraumshuttle Atlantis im Jahr 2006 für 12 Tage ins All reisten, waren dreimal tödlicher als ihre irdischen Verwandten. Zurück auf der Erde haben Forscher um Mikrobiologin Cheryl Nickerson von der Arizona State University in Tempe das Space-Durchfallbakterium auf hilflose Nager losgelassen. Die Einzelligen Astronauten-Viren hatten nach dem Trip ins All veränderte Gene, viele neue aktive Proteine und eine extra schleimige Zuckerschutzhülle. Dadurch starben 90 Prozent der Mäuse wikipedia.orginnerhalb von 30 Tagen an der„Darth-Salmonelle“ – dreimal mehr als bei einem normalen Virus.

Prokaryonten in Space: Salmonellen (rot eingefärbt) wurden durch den Trip ins All viel gefährlicher

Nickerson vermutet, dass die Schwerelosigkeit der Salmonelle vorgaukelt, sie sei bereits im leckeren und flutschigen Darm seines Opfers. Dieser Trugschluss gibt dem Durchfall-Bakterium das Signal, seine Abwehrschilde hochzufahren, den Stoffwechsel anzukurbeln und größtmöglichen Schaden anzurichten.

Dieser Mechanismus, wie eine Salmonellen-Infektion im Körperinneren abläuft, war bisher wenig erforscht. Das Experiment ohne Schwerkraft könnte helfen, in Zukunft bessere und neue Medikamente gegen den lästigen Virus zu entwickeln.

Die Mikrobiologin plant noch weitere Space-Trips für andere gefährliche Bakterien. Ich würde die ganzen bedrohlichen Einzeller gleich zu den Klingonen, Romulanern, Borgs, der bösen Imperialen Streitmacht und jedem anderen streitsüchtigen Volk im Universum schicken. Hoffentlich erwischen nur nicht die Heimatplaneten von Alf, oder E.T. Wobei, wenn ich es mir recht überlege…um ersteren würde ich nicht wirklich trauern.


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